Krone TV: “Regierung: WählerInnen haben es satt”

Die österreichische Bevölkerung will nicht wählen sondern valide politische Konzepte, damit der Wohlstand gesichert ist und die sozialen Ungleichheit nicht zunimmt. Die WählerInnen haben diese fehlende Staatskunst satt.

Eine FPÖ-Regierungsbeteiligung würde Österreich als kleine offene Volkswirtschaft massiv schwächen – und damit auch Wohlstand und den sozialen Frieden.

Mein Favorit wäre eine Regierung der nationalen Einheit mit einem unabhängigen Regierungschef wie Weiland Mario Draghi.


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NEOS Ausstieg: Analyse in ORFIII Politik Spezial

Neos sind aus den Koalitionsverhandlungen ausgestiegen. Ihr Schritt passt zu dem Anspruch, Politik nicht als Selbstzweck zu sehen und für Reformen einzustehen

Es stellt die österreichische Innenpolitik nun vor enorme Herausforderungen. Eines ist augenscheinlich: es fehlt bei den ehemals staatstragenden Parteien ÖVP und SPÖ an staatspolitische Verantwortung und der Fähigkeit zur Staatskunst. Das macht die Demokratie so schwach.

Gesamte Beitrag: ORF III Politik Spezial

NEOS: TV Analysen zur möglichen Regierungsbeteiligung

In der Woche, in der die offiziellen Verhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS gestartet sind, wurde ich von Puls24 und Zib2 zu den Neos gefragt.

Meine Cocnlusio:

+ Kein Weiter wie bisher ist nur mit den NEOS möglich, weil sonst wieder das Gespenst einer Stillstandskoalition zwischen ÖVP und SPÖ herumgeistert. Die NEOS können selbstbewusst und inhaltlich energisch in die Verhandlungen gehen.

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+ Ein Fehler war der Ruf nach dem Finanzministerium, bevor die Verhandlungen überhaupt gestartet sind. Ohne inhaltliche Auskleidung des Amtes und auch Handschrift der NEOS macht es keinen Sinn, eine solche Forderung aufzustellen. Sie könnten sich auch als Eigentor erweisen.

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zusätzlich war die Forderung zu zeitnah beim Rücktritt des liberalen dt Finanzminister Christian Lindner. UND: Offenbar wollten die NEOS nicht automatisch in das „Bildungseck“ geschoben werden, da sie seit ihrem Einzug in den Nationalrat 2013 das Bildungsthema vehement vorantreiben.

TV Analyse: Warum Rosenkranz rote Linien ausreizt

In der Puls4/ Puls24 Sendung PRO UND CONTRA habe ich mit Veronika Bohrn-Mehna, Martin Engelberg, Clemens Oistric und Heinz Christian Strache diskutiert.

Eines meiner Argumente war: Das Treffen zwischen Walter Rosenkranz und Viktor Orbán ist kein politisches sondern ein Ideologisches. Schließlich sitzen sie auch im @euparlament_at in dergleichen Fraktion. Das Treffen sprengt die Gewaltenteilung – obwohl Rosenkranz eigentlich diese als höchster Repräsentant schützen sollte.

 

 

Die Gesamte Sendung finden Sie hier:

https://www.joyn.at/play/serien/pro-und-contra-dp4dvq64s9pf/1-52-pro-und-contra-zuckerlkoalition-und-blauer-nationalratspraesident

Analyse: Wie werden die Koalitionsverhandlungen verlaufen?

Ich war bei Krone TV zur Gast und habe die Ausgangsposition für die anlaufenden Koalitionsverhandlungen analysiert.

Wichtig ist nun zu formulieren, was politisch geht. Bis dato hat der Wähler/In nur erfahren, was nicht geht. Daher müssen 3-5 Leuchtturmprojekte definiert werden, über die regelmässig konstruktiv und positiv berichtet werden soll. Wichtig ist auch das One Voice One Agenda Prinzip – vorbei sollen die Zeiten sein, an denen über unterschiedliche Kanäle dem Gegenüber Kritik ausgerichtet wird.

Es ist eine riesige Herausforderung. Und es heisst nicht, dass es erfolgreich sein wird.

 

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„Kickl hat die beste Position, egal was kommt“

In der KRONE.TV Sendung NACHGEFRAGT habe ich den Ausgang der Wahlen analysiert und wie es nun mit der Regierungsbildung weitergeht. Fazit: ÖVP ist ein Teil jeder Regierung, Kickl hat die beste Position, egal was kommt.

Ausnahme: wenn die Brandmauer gegen rechts halten und Bestand haben soll, müssen die anderen Parteien für eine stabile und wirkungsvolle Regierung kompromissbereit sein. Das Wir über das Ich stellen. Dann gewinnt die Demokratie gegen autokratische Tendenzen.

Die ganze Sendung sehen Sie hier

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Analyse zum NR Wahlkampf: sehr provinziell

Der Wahlkampf zur Nationalratswahl 2024 war über weite Strecken sehr provinziell.
Aussenpolitik wie EU waren kein Thema. Auch die Pflege wurde interessanterweise ausser Acht gelassen. Österreich als Technologie- und Forschungsstandort, um wettbewerbsfähig zu bleiben und auch sozialen Wohlstand zu garantieren, ebenso.

Mehr dazu hier:

https://www.puls24.at/video/puls-24/kommunikationsberaterin-wahlkampf-war-provinziell/vi0ng0b4g91nm

Politisch derangiert

Der Populismus hat es geschafft: wir sind politisch derangiert. Gesinnungstheoretisch, gesellschaftlich, diskursiv. Und das in einem so wichtigen Wahljahr.

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Kann Dominik Wlazny überzeugen?

Meine Meinung zu Dominik Wlazny in der Pro& Contra auf Puls 24: in Zeiten wie diesen, in denen die Demokratie unter Druck und Angriff steht, ist kein Platz für Politexperimente, die die Mehrheit für demokratisch konstruktive Kräfte gefährden.

Wir sind politisch in einer sehr speziellen Situation: noch nie war der Druck auf die Demokratie so gross wie in diesen Zeiten. Daher müssen alle demokratisch konstruktiven Kräfte zusammenarbeiten, um die autokratischen illiberalen Kräfte in die Schranken zu weisen. Die Kandidatur der Bierpartei (wobei Partei, ich sehe nur eine One Man Show ohne Inhalt), halte ich für kontraproduktiv

 

Die gesamte Diskussion finden Sie hier: https://www.puls24.at/video/pro-und-contra-konnte-wlazny-ueberzeugen/pro-und-contra-konnte-wlazny-ueberzeugen/v0mpw5a7qymmd

KPÖ-Bashing für eine große Koalition?

Die SPÖ darf sich freuen. Mit ihrem wunderlichen Kampf gegen die Kommunisten hilft die ÖVP der Konkurrenz. Viel Eigennutz ist da natürlich auch dabei

 In meinem Gastkommentar für den Standard gehe ich der Frage nach, warum die Regierungspartei ÖVP sich auf die Zwergenpartei KPÖ so einschießt.

 Historischer Kompromiss wird das wohl keiner mehr. Im Italien der 1970er-Jahre versuchte der damalige KP-Chef Enrico Berlinguer (er gilt als Eurokommunist, weil er sich früh vom Stalinismus lossagte) gemeinsam mit der Democrazia Cristiana (federführend Aldo Moro, der später von den roten Brigaden ermordet wurde) eine breitest aufgestellte parlamentarische Zusammenarbeit. Ziel des „compromesso storico“ war es, autoritären Tendenzen entgegenzutreten und Italien wirtschaftlich wie politisch zu reformieren. Die italienischen Kommunisten waren damals die größte Kommunistische Partei Europas und dementsprechend einflussreich – im Gegensatz zur KPÖ heute.

 Umso mehr wundert es nun, dass in Österreich ehemalige, aber auch aktive Spitzenpolitikerinnen und -politiker der ÖVP wie der frühere Parteichef und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel oder Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit einer scharfen Kante und Ansage gegen die KPÖ aufhorchen lassen. Es wundert auch, weil die Kommunisten in Österreich weit davon entfernt sind, eine zentrale politische Rolle im Bund zu übernehmen. Drei bis vier Prozent werden der KPÖ bei der kommenden Nationalratswahl zugetraut. Allerdings sind es Prozentpunkte, die anderen Parteien fehlen. Und damit komme ich zu einem wichtigen Aspekt, der eine Erklärung für die scharfe Kritik der ÖVP an der KPÖ sein könnte.

 Linksgetümmel

SPÖ-Chef Andreas Babler hat eines mit Sicherheit erreicht: er hat klassische sozialdemokratische und sogenannte linke Themen (leistbares Leben, Sozialstaat, Gleichberechtigung, Solidarität) wieder erfolgreich besetzt. Gleichzeitig hat er aber damit auch das Feld für andere Mitbewerber geöffnet: Dominik Wlazny mit seiner Bierpartei ist da so ein Beispiel (sein Antreten bei der Nationalratswahl ist noch nicht sicher) und auch die KPÖ profitiert davon. Besonders in den Städten, die außerhalb Wiens keine Horte des sozialen Wohnbaus sind.

 Auf der anderen Seite sehen wir nun die ÖVP, die sich in ihrer post-Kurzschen Phase befindet. Für Parteichef Karl Nehammer ist es nach wie vor schwer, das türkise Erbe abzustreifen. Vor allem, weil sich die ÖVP bei den Wählerinnen und Wählern um das gleiche Segment wie die FPÖ matcht. Nach wie vor blitzen türkise Ansätze durch. Etwa bei der Migrationspolitik. Zugleich versucht man sich als Partei der Mitte zu positionieren. Ein Spagat, der fast unmöglich und auch nicht sehr glaubwürdig erscheint.

 ÖVP Strategie für Regierungsbeteiligung?

Klar ist, die ÖVP will wieder in die nächste Regierung. Klar ist auch, dass die FPÖ unter Herbert Kickl kein Koalitionspartner ist. Vor allem christlich-soziale Wählerinnen und Wähler nehmen der ÖVP ihre Kurz-Zeit und ihren großen Schritt nach rechts inklusive der Koalition mit FPÖ übel. Zusätzlich hört man auch von verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern der ÖVP immer mehr eine Präferenz für eine neue (alte) große Koalition. Nur das Problem dabei ist, dass sowohl ÖVP und SPÖ in den Umfragen gemeinsam nicht über 50 Prozent kommen. Ein Grund dafür ist auch das bereits hier an früherer Stelle erwähnte Erscheinen linker Parteien in der österreichischen Politlandschaft. Diese nehmen – wenn auch nur mit wenigen Prozentpunkten – die entscheidenden Stimmen der SPÖ weg, die sie für eine Koalition mit der ÖVP braucht. Das ist nicht ganz ohne Ironie: die ÖVP braucht eine starke SPÖ für eine kommende große Koalition. Offenbar rechnet man schon selbst realistischerweise mit Platz drei bei der kommenden Nationalratswahl. Hinter FPÖ und SPÖ.

 

Was ist die Conclusio? Warum greift die ÖVP die KPÖ so stark an? Nun, weil diese potenzielle Wählerinnen und Wähler von der SPÖ abziehen könnte, beziehungsweise auch wird. Wenn eine Fragmentierung der Parteienlandschaft stattfindet, ist nicht nur die große Koalition keine Option mehr – auch die künftige Regierungsbildung wird um vieles schwieriger, Mehrheiten zwischen mehreren mittelgroßen und kleinen Parteien zu finden ist weitaus aufwändiger als eine Zweierkoalition. Ganz zu schweigen davon, dass auch eine Koalition von mehr als zwei Parteien politisch weitaus schwerfälliger agieren kann. Damit würde das Land auch nicht den notwendigen Impuls bekommen, dem es seit spätestens Ibiza hinterherläuft. Politische Prozesse und U-Ausschüsse sind eher an der Tagesordnung als Reformagenden und deren Umsetzung.

 Gegen KPÖ für SPÖ?

Daher tritt die paradoxe Situation ein an, dass ÖVP-Spitzenpolitikerinnen und -politiker der KPÖ eine Aufmerksamkeit schenken, die niemand für möglich gehalten hätte. Einziger Zweck ist dabei: die SPÖ zu stärken, um als ÖVP weiter im Rahmen einer großen Koalition in der Regierung zu bleiben. Das kommt Teilen der SPÖ sicher nicht unrecht, da auch hier einige Vertreterinnen und Vertreter eine große Koalition befürworten. Dennoch: Es ist kein historischer Kompromiss, eher ein fauler Kompromiss mit schalem Beigeschmack. (Nina Hoppe, 23.3.2024)

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