Beiträge

Latein bleibt zentral im Lehrplan

Die Initiative hinter der Petition „Latein ist kein Luxus, sondern Bildung“ sieht ihr wesentliches Ziel erreicht: Latein bleibt weiterhin ein zentraler Bestandteil des Lehrplans  ebenso wie die Fremdsprachen.

Mit über 41.000 Unterschriften sowie breiter Unterstützung aus der Bildungslandschaft – darunter drei NobelpreisträgerInnen sowie namhafte Stimmen aus Wissenschaft und Kultur – hat die Petition ein starkes Zeichen gesetzt. Sie verdeutlicht, dass die Bedeutung humanistischer Bildung in Österreich nach wie vor großen Rückhalt in der Bevölkerung genießt.

Der Erfolg der Petition zeigt eindrucksvoll, wie Demokratie durch Partizipation und konstruktives und konsequentes Einbringen von Gegenstandpunkten funktioniert. Bürgerinnen und Bürger haben sich aktiv an einem bildungspolitischen Diskurs beteiligt und damit konkrete Auswirkungen erzielt.

Die Initiatorinnen und Initiatoren sehen darin auch ein wichtiges Beispiel für gelebte Demokratiebildung: Politische Entscheidungen sind gestaltbar, wenn Engagement, Argumente und gesellschaftlicher Zusammenhalt aufeinandertreffen.

Gleichzeitig richtet sich ein klarer Appell an politische Entscheidungsträger – insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter der NEOS sowie das Bildungsministerium –, diese Form der Beteiligung ernst zu nehmen und als Chance für einen offenen Dialog zu verstehen.

Das Ergebnis dieser ebenso kurzen wie intensiven Bildungsdebatte unterstreicht: Bildung ist mehr als kurzfristige Verwertbarkeit. Latein vermittelt grundlegende Kompetenzen wie Sprachverständnis, analytisches Denken und kulturelles Bewusstsein – Fähigkeiten, die für eine aufgeklärte Gesellschaft unverzichtbar sind.

Wir freuen uns über diesen wesentlichen Fortschritt gegenüber der Ausgangssituation, dass ein Mehr an KI- und Demokratieunterricht nicht zu weniger Unterricht in klassischen Sprachen und Fremdsprachenfächern führen muss und bedanken uns bei all jenen, die mit uns gemeinsam für die Anliegen der Petition eingetreten sind.

Nina Hoppe / Gerhard Ruiss

 

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Krone TV zur aktuellen politischen Situation

Die fortlaufende Kritik an der Regierungsarbeit ist auch ein Erbe der Marketingpolitik von Türkis bzw dem Medienkonsumverhalten:  es muss alles so schnell wie auf Social Media gehen.

Die Regierung hat ein Kommunikationsproblem: sie begleitet ihrer Projekte zu wenig kommunikativ. Ankündigung – Stille – Präsentation. Das macht Eindruck der Untätigkeit

Dazu meine Analyse auf @krone.tv

Ganzer Beitrag:

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„Regierung läuft Gefahr, überfordert zu wirken!

Im Gespräch mit  @puls24news zur Regierungsklausur . Meine Analyse: die Regierung muss aufpassen nicht überfordert zu wirken, sonst öffnet sie genau Türe und Tore für jene, die sie auch verhindern wollte und will.

Gesamte Analyse finden Sie auf PULS24

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ZIB Talk: wie Krisenfest ist die Regierung?

Auf Einladung des ORF diskutierte ich mit Politberater Christoph Pöchinger, Journalistin Katharina Mittelstaedt und Autor Georg Renner zum Thema „Wie Krisenfest ist die Regierung?“

In Zeiten der multiplen Krisen muss die Regierung/ Politik mehr mit Zuversicht kommunizieren. Unser individuelles irritiertes Sicherheitsgefühl verlangt nach politischen Massnahmen, die eine Vision verkörpern  und entsprechend nachhaltig sind.

 

Die gesamte Sendung finden Sie hier

 

Kommunikationsarbeit von Blau-Türkis

Im Interview mit den Salzburger Nachrichten habe ich die Kommunikationsstile der beiden Koalitionsverhandler verglichen und mögliche Fallstricke analysiert. Tatsache ist, dass die FPÖ wie die meisten rechtspopulistischen Parteien einen sehr destruktiven Kommunikationsstil hat. Die ÖVP hingegen war von Anbeginn in der Defensive aufgrund ihrer 180 Grad Wendung bezüglich FPÖ Verhandlungen durch die Person Christian Stocker.

 

>> Interview Salzburger Nachrichten

Weitere Artikel in den Salzburger Nachrichten

NEOS Ausstieg: Analyse in ORFIII Politik Spezial

Neos sind aus den Koalitionsverhandlungen ausgestiegen. Ihr Schritt passt zu dem Anspruch, Politik nicht als Selbstzweck zu sehen und für Reformen einzustehen

Es stellt die österreichische Innenpolitik nun vor enorme Herausforderungen. Eines ist augenscheinlich: es fehlt bei den ehemals staatstragenden Parteien ÖVP und SPÖ an staatspolitische Verantwortung und der Fähigkeit zur Staatskunst. Das macht die Demokratie so schwach.

Gesamte Beitrag: ORF III Politik Spezial

Im Fokus: EU-Wahlen 2024

Die Mediengruppe Prosiebensat1Österreich hat mich zur anstehenden EU-Wahl befragt.

Fazit: einmal mehr wird es im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament um innenpolitische und nicht europäische Themen gehen. Als einzig ausgewiesene unumstrittene pro-europäische Kraft sehe ich die NEOS, alle anderen Parteien verändern je nach Stimmungslage ihre europäische Agenda.

Konsequent anti-europäisch und mit dem ÖXIT liebäugelnd stellt sich die FPÖ dar.

Die Wahlen zum EU Parlament sind diesmal besonders wichtig: gilt es doch, demokratische Kräfte zu stärken und gegen Autokratien in der geopolitischen Auseinandersetzung ein Zeichen zu setzen. Egal, ob diese von links oder rechts kommen.

Die gesamte Sendung finden Sie HIER

KPÖ-Bashing für eine große Koalition?

Die SPÖ darf sich freuen. Mit ihrem wunderlichen Kampf gegen die Kommunisten hilft die ÖVP der Konkurrenz. Viel Eigennutz ist da natürlich auch dabei

 In meinem Gastkommentar für den Standard gehe ich der Frage nach, warum die Regierungspartei ÖVP sich auf die Zwergenpartei KPÖ so einschießt.

 Historischer Kompromiss wird das wohl keiner mehr. Im Italien der 1970er-Jahre versuchte der damalige KP-Chef Enrico Berlinguer (er gilt als Eurokommunist, weil er sich früh vom Stalinismus lossagte) gemeinsam mit der Democrazia Cristiana (federführend Aldo Moro, der später von den roten Brigaden ermordet wurde) eine breitest aufgestellte parlamentarische Zusammenarbeit. Ziel des „compromesso storico“ war es, autoritären Tendenzen entgegenzutreten und Italien wirtschaftlich wie politisch zu reformieren. Die italienischen Kommunisten waren damals die größte Kommunistische Partei Europas und dementsprechend einflussreich – im Gegensatz zur KPÖ heute.

 Umso mehr wundert es nun, dass in Österreich ehemalige, aber auch aktive Spitzenpolitikerinnen und -politiker der ÖVP wie der frühere Parteichef und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel oder Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit einer scharfen Kante und Ansage gegen die KPÖ aufhorchen lassen. Es wundert auch, weil die Kommunisten in Österreich weit davon entfernt sind, eine zentrale politische Rolle im Bund zu übernehmen. Drei bis vier Prozent werden der KPÖ bei der kommenden Nationalratswahl zugetraut. Allerdings sind es Prozentpunkte, die anderen Parteien fehlen. Und damit komme ich zu einem wichtigen Aspekt, der eine Erklärung für die scharfe Kritik der ÖVP an der KPÖ sein könnte.

 Linksgetümmel

SPÖ-Chef Andreas Babler hat eines mit Sicherheit erreicht: er hat klassische sozialdemokratische und sogenannte linke Themen (leistbares Leben, Sozialstaat, Gleichberechtigung, Solidarität) wieder erfolgreich besetzt. Gleichzeitig hat er aber damit auch das Feld für andere Mitbewerber geöffnet: Dominik Wlazny mit seiner Bierpartei ist da so ein Beispiel (sein Antreten bei der Nationalratswahl ist noch nicht sicher) und auch die KPÖ profitiert davon. Besonders in den Städten, die außerhalb Wiens keine Horte des sozialen Wohnbaus sind.

 Auf der anderen Seite sehen wir nun die ÖVP, die sich in ihrer post-Kurzschen Phase befindet. Für Parteichef Karl Nehammer ist es nach wie vor schwer, das türkise Erbe abzustreifen. Vor allem, weil sich die ÖVP bei den Wählerinnen und Wählern um das gleiche Segment wie die FPÖ matcht. Nach wie vor blitzen türkise Ansätze durch. Etwa bei der Migrationspolitik. Zugleich versucht man sich als Partei der Mitte zu positionieren. Ein Spagat, der fast unmöglich und auch nicht sehr glaubwürdig erscheint.

 ÖVP Strategie für Regierungsbeteiligung?

Klar ist, die ÖVP will wieder in die nächste Regierung. Klar ist auch, dass die FPÖ unter Herbert Kickl kein Koalitionspartner ist. Vor allem christlich-soziale Wählerinnen und Wähler nehmen der ÖVP ihre Kurz-Zeit und ihren großen Schritt nach rechts inklusive der Koalition mit FPÖ übel. Zusätzlich hört man auch von verschiedenen Vertreterinnen und Vertretern der ÖVP immer mehr eine Präferenz für eine neue (alte) große Koalition. Nur das Problem dabei ist, dass sowohl ÖVP und SPÖ in den Umfragen gemeinsam nicht über 50 Prozent kommen. Ein Grund dafür ist auch das bereits hier an früherer Stelle erwähnte Erscheinen linker Parteien in der österreichischen Politlandschaft. Diese nehmen – wenn auch nur mit wenigen Prozentpunkten – die entscheidenden Stimmen der SPÖ weg, die sie für eine Koalition mit der ÖVP braucht. Das ist nicht ganz ohne Ironie: die ÖVP braucht eine starke SPÖ für eine kommende große Koalition. Offenbar rechnet man schon selbst realistischerweise mit Platz drei bei der kommenden Nationalratswahl. Hinter FPÖ und SPÖ.

 

Was ist die Conclusio? Warum greift die ÖVP die KPÖ so stark an? Nun, weil diese potenzielle Wählerinnen und Wähler von der SPÖ abziehen könnte, beziehungsweise auch wird. Wenn eine Fragmentierung der Parteienlandschaft stattfindet, ist nicht nur die große Koalition keine Option mehr – auch die künftige Regierungsbildung wird um vieles schwieriger, Mehrheiten zwischen mehreren mittelgroßen und kleinen Parteien zu finden ist weitaus aufwändiger als eine Zweierkoalition. Ganz zu schweigen davon, dass auch eine Koalition von mehr als zwei Parteien politisch weitaus schwerfälliger agieren kann. Damit würde das Land auch nicht den notwendigen Impuls bekommen, dem es seit spätestens Ibiza hinterherläuft. Politische Prozesse und U-Ausschüsse sind eher an der Tagesordnung als Reformagenden und deren Umsetzung.

 Gegen KPÖ für SPÖ?

Daher tritt die paradoxe Situation ein an, dass ÖVP-Spitzenpolitikerinnen und -politiker der KPÖ eine Aufmerksamkeit schenken, die niemand für möglich gehalten hätte. Einziger Zweck ist dabei: die SPÖ zu stärken, um als ÖVP weiter im Rahmen einer großen Koalition in der Regierung zu bleiben. Das kommt Teilen der SPÖ sicher nicht unrecht, da auch hier einige Vertreterinnen und Vertreter eine große Koalition befürworten. Dennoch: Es ist kein historischer Kompromiss, eher ein fauler Kompromiss mit schalem Beigeschmack. (Nina Hoppe, 23.3.2024)

>> Zum Kommentar im Standard

Krone TV: Analyse zur Innenpolitik

Die letzte Woche war innenpolitisch sehr turbulent. Das Video von Karl Nehammer hat viele Emotionen ausgelöst – mir fehlt in dem ganzen Diskurs die Sachpolitik und die staatspolitische Verantwortung.

Dazu habe ich KRONE TV ein Interview gegeben.

 

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Analyse „Glaub an Österreich“

Bei #Puls24 habe ich die Vorstellung der Volkspartei-Kampagne „Glaub an Österreich“ durch Karl Nehammer analysiert. Conclusio: man kennt sich nicht aus, was er uns sagen will. Weder als Regierungschef noch als Bundesparteiobmann

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